Wolfgang Maier

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Über Wolfgang Maier

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    Redakteur

Profilinformationen

  • Vorname
    Wolfgang
  • Wohnort
    Unterschleißheim
  • Homebase
  • Land
    Deutschland
  • Geschlecht
    Männlich

Sammelgebiete und Interessen

  • Meine Briefmarkengebiete
    Afrika, amerikanischer Kontinent (außer USA & Karibik), Ozeanien (überall nur Neuheiten)

Persönliches

  • Familienstand
    Keine Angaben
  1. Wir nehmen in das Nachschlagewerk nur diejenigen Druckstücke auf, die in den uns vorliegenden postamtlichen Listen als Briefmarken bezeichnet werden und somit frankaturgültig sind. Viele Briefmarkendruckereien produzieren noch zusätzliches Material, häufig in Blockform, direkt für den Sammlermarkt. Diese Stücke werden nur bei nachgewiesener Frankaturgültigkeit im Nachschlagewerk aufgeführt, eine "Überarbeitung" ist also nicht geplant. Es ist jedem Sammler unbenommen, seine Bestände mit solchem Material zu ergänzen, zumal es häufig ansprechend gestaltet ist. Viel Spaß mit Ihrer Sammlung Wolfgang Maier
  2. Ich habe keinen Katalog dazu, aber nach meinem Dafürhalten ist das eine Steuermarke (Fiskalmarke) des Osmanischen Reiches. Was berechtigt zu der Angabe "Briefmarke" in der Frage? Wer sich übrigens nicht für Steuermarken interwssiert, schenkt sie am besten der AG Fiskalmarken im BDPh. Wegwerfen wäre eine philatelistische Todsünde!
  3. Guten Morgen! Bei MiNr. 933 hat jede Marke ihr Zierfeld, deshalb erfaßt. Bei 935 handelt es sich um einen Zwischensteg im Bogen, der die beiden Fünferstreifen trennt, eine bei Frankreich und "anhängenden" Gebieten seit Jahrzehnten übliche Bogenkonfiguration. Wir sehen diese Zwischenstege nicht als Zierfelder, deshalb nicht vermerkt. Es steht natürlich jedem Sammler frei, dergleichen in seine Sammlung aufzunehmen. Manchmal sind die Zw. durchaus dekorativ, sie sind ja auch als Kaufanreize gedacht. Eine Kopie der Rechnung, die belegt, daß die Frz. Post zwei Marken zum Preis einer einzigen lieferte, würde mich interessieren. Es erscheint mir sehr unwahrscheinlich. Block 51 ist abgebildet, so daß sich eine zusätzliche wortreiche Beschreibung in meinen Augen nicht aufdrängt. Freundliche Grüße Wolfgang Maier
  4. Grüß Gott Herr Kaschek! Der Ihnen vorliegende Block gehört anscheinend tatsächlich zu dieser Ausgabe, ist aber in den uns vorliegenden Listen und Unterlagen der Post bzw. der Druckerei nicht verzeichnet. Wo hier der Fehler genau liegt und ob es noch weitere derartige Stücke gibt, bedarf der Klärung. Wir werden uns erkundigen. Freundliche Grüße Wolfgang Maier
  5. Muß es eigentlich Tausch sein? Stücktausch ist in der Tat aufwendig, einfach viel Arbeit. Meine Lösung: schenken und verschenken. Ich bekomme VIEL Post aus meinem Sammelgebiet geschenkt (das muß man sich halt organisieren), suche aus, was mir gefällt, und den Rest verschenke ich an Sammlerfreunde. Von dort kommt auch mal ein gefüllter Umschlag zurück, oder zwei, oder keiner,,, Hauptsache, es macht mir und anderen Spaß. Ich habe auf diesem Wege eine bis über die €-Reform hinaus fast lückenlose Sammlung Frankreich gestempelt ab 1960 aufgebaut, und auch aus der €-Zeit ist sehr vieles vorhanden. Gekauft wurde fast nichts. Wertvoll... – DAS ist mir ganz egal, ich freue mich dran! XX ist nicht sammelwürdig? Dogmatik hat in der Theologie ihren Platz, nicht in der Philatelie. Gesammelt werden darf, was gefällt. Ist es nichts wert, um so besser, dann braucht man keine Versicherung. Die Sammler werden weniger? Sinkende Preise sind eine Chance, denn von was man vor einigen Jahrzehnten nur träumen konnte, das wird heute erschwinglich. Die Sammlungen sind nichts mehr wert? Wer vor 50 Jahren bundesdeutsche Neuheiten bogenweise angehäuft hat, bekommt heute wirklich nicht mehr viel. Aber das war auch Spekulation, nicht Sammlung. Wer aus Interesse sammelt, verliert heute meist auch Geld. Jedes Hobby kostet nun mal etwas. Aber er gewinnt eine immaterielle Rendite: Kenntnisse, Kontakte, Freude u. v. a. m. Sind einzelne Marken heute noch sammelwürdig? Sammelwürdig ist alles, was jemand zusammentragen möchte. Viel Spaß dabei!
  6. Um eine Chance für Philatelie (mit diesem Wort assoziiere ich im übrigen Postgeschichte, das andere ist Briefmarkensammeln, das damit als Hobby keinesfalls abgewertet werden soll, es ist halt lediglich in meinen Augen etwas anderes) geht es auch gar nicht. ich habe mich mit den Produkten der Französischen Post und ihrer Denkweise eingehend befaßt. FRÜHER brachte man verwendbare Marken an die Schalter und dachte an langfristige "Kundenbindung" der Sammler. Diese Philosophie gibt es immer noch, auch im frz. Raum, z. B. in Monaco, das sich um schöne Ausgaben bemüht. HEUTE denkt man kurzfristig (wenn überhaupt). Die Postler bleiben nur wenige Jahre, manchmal nur Monate auf ihrem Posten. In dieser Zeit wird versucht, maximalen Gewinn zu erzielen. Man kreiert Souvenirobjekte, die bei Veranstaltungen als Spontankäufe abgesetzt werden sollen, aber durchaus nicht als langfristige Sammelobjekte angelegt sind. Mitunter sind sie nicht einmal haltbar (Silbermarken!) oder einfach nicht zur Frankatur geeignet (Porzellan-, Textilmarken!). Sie sollen spontan mitgenommen werden und dann möglichst irgendwo verstauben und später im Müll landen, bloß nicht verwendet werden. Womöglich werden Briefmarken ohnehin kaum mehr am Postschalter erhältlich sein (siehe Spanien!), erstens mangels Postschaltern, zweitens weil es dort keine Marken mehr gibt, schon gar nicht einzeln, diese Vertriebsform ist viel zu teuer. Aber beim Konzert des Sängers X lohnt sich ein Stand mit Selbstklebeheftchen (in Fr. "Collectors"), da läuft der Absatz und die Käufer haben ihr Erinnerungsstück. An eine komplette Sammlung denkt da weder der Kunde noch der Produzent. Andere Ausgaben zielen einzig und allein auf Motivsammler. Viele von ihnen wollen alles mit "ihrem" Motiv haben, vor allem alles Erschwingliche. Daher die vielen Sätze der diversen Guineas & Co. Eine philatelistische Sammlung muß fast nichts kosten. Wer schaut z. B. Freistempel und ähnliche Frankaturformen genauer an? In diesem Sinne sehe ich, überspitzt gesagt, frohe Zeiten auf alle Philatelisten zukommen und eine böse Zeit auf die Briefmarkensammler. Haben die das verdient?
  7. Die Mittelmeerkost wird von Feinschmeckern und Gesundheitsaposteln gleichermaßen gerühmt. Viiiiel Gemüse, Knoblauch, Oliven, frisches Obst jeder Art, ein wenig Fisch, goldgelbes Olivenöl und kuspriges Brot bildes die Grundlage einer ebenso bekömmlichen wie schmackhaften Ernährung. In Tunesien findet man alles das reichlich und in bester Qualität, die lokalen Märkte quellen zu fast jeder Jahreszeit über von frischen Produkten. So läßt die neue Sondermarke der tunesischen Post, auf der die Basisnahrungsmittel der mittelmeertypischen Ernährung appetitlich angerichtet sind, dem Betrachter das Wasser im Munde zusammenlaufen. Daß der Entwerfer der Zeichnung des Ersttagsumschlags auch noch Huhn, Rindskotelett, Käse nach Schweizer Art und einiges mehr dazugeschwindelt hat, ist verzeihlich, schließlich sind auch diese Leckerbissen in geringen Mengen im Rahmen der Mittelmeerkost "erlaubt". Die Marke ist am 25. März 2014 erschienen, sie trägt die MiNr. 1825. SKMBT_C45214041110520.pdf
  8. Eine für den 30. April geplante Sonderausgabe Monacos zeigt anhand zweier Beispiele die Entwicklung des Nahverkehrs im Fürstentum. In einem Land, dessen Straßen chronisch verstopft sind, ohne daß an einen platzraubenden Ausbau auch nur gedacht werden kann, spielt der Nahverkehr natürlich eine besonders wichtige Rolle. Links steht eine Straßenbahn. Verschiedene Modelle fuhren in Monaco zwischen 1898 und Januar 1931, anfangs mit Energieversorgung durch Stromschienen, wenige Jahre und zahlreiche Pannen später mit Dachstromabnehmern. Das Ende der Straßenbahn kam im Zuge des generellen Verschwindens der Bahnen im französischen Umland. Im Gegensatz zu Nizza, das sich nach jahrzehntelanger Unterbrechung vor einigen Jahren ein funkelnagelneues Straßenbahnsystem zugelegt hat und auch dessen Ausbau in westliche Nachbargemeinden plant, hat Monaco aber keine Pläne für die erneute Einführung des Schienennahverkehrs. Statt seiner gibt es ein Liniennetz mit geräumigen Bussen und einer Schiffsverbindung quer über den Hafen. Rechts sieht man einen der neuesten monegassischen Busse, die mehrmals im Jahr, zum Beispiel am Tag eines Umweltschutzkongresses oder am nationalen Denkmaltag, sogar kostenlos genutzt werden dürfen.
  9. Die angegebenen Hotels sind wohl Phantasieadressen. Auf der antarktischen Charcotinsel gibt es keine Hotels mangels Bewohnern, Moundou liegt im Tschad... Die Marken tragen Phantasieentwertungen, die nichts mit postalischer Arbeit zu tun haben. Meiner Meinung nach nicht weitgereist und wertlos.
  10. Das stimmt, man muß sich sein Sammelgebiet halt sorgsam aussuchen. Wenn ich nicht schon eins hätte, das mir auch nach Jahrzehnten uneingeschränkt Spaß macht, wäre in Afrika zB Burkina Faso ein guter Kandidat, den wir nächstens auch als Marke des Monats in der Rundschau vorstellen. Swaziland und Eritrea scheiden für meinen Geschmack aus politischen Gründen aus. Wirklich schöne und landeskundlich informative Neuheiten hat aber auch Peru, leider nicht billig. Kolumbien ist auch keine schlechte Wahl, allein die vorkolumbischen Goldschätze, die Regionen, die biologische Vielfalt... Ich möchte den Blick aber auf etwas anderes lenken. Neben der postalischen gibt es auch die fiskalische Philatelie. Stempelmarken sind das richtige für Motivverächter (wie mich), es gibt enorm viel historischen Forschungsbedarf und dito -möglichkeiten im In- und Ausland, garantiert (fast – die amerik. DUCK STAMPS &c. nimmt man eben nicht zur Kenntnis) keine Sammlerausbeutung, keinen Erhaltungsprefektionismus, keinen Vollständigkeitswahn, und man kann seinem bevorzugten Sprachgebiet und, wenn man will, auch seinem postalischen Sammelgebiet treu bleiben. Bei gleicher Seltenheit kosten fiskalische Wertzeichen auch oft nur einen Bruchteil der postalischen Raritäten. Vor einiger Zeit hatte es in der MICHEL-Rundschau einen umfassenden Einführungsartikel zum Thema Fiskalmarken, auch eine AG gibt es, die sich über Interessenten freut. Was will man mehr?
  11. Im tiefen Dschungel irgendwo in Südamerika liegt Palumbien, die Heimat des Marsupilamis. Dieses sehr seltene, kuriose und wehrhafte Tier, zoologisch wohl bei den eierlegenden Säugetieren einzuordnen, besitzt bekanntlich einen überaus langen Schwanz, mit dessen Hilfe es sich und seine Kumpane schon aus mancher Notlage ebenso schnell wie wirksam befreit hat. Am 1. April (kein Aprilscherz, das Datum stimmt) kommt in Monaco eine Marsupilami-Marke an die Postschalter, auf der eine ganze Familie dieser putzigen und interessanten, aber in Zoos kaum gehaltenen Tiere zu sehen ist. Der kleine Zoo in Monaco besitzt übrigens auch kein einziges Marsupilami, er sollte sich die Post zum Vorbild nehmen.
  12. Tunesien zeichnet sich durch eine grundsolide Ausgabepolitik aus, seine Briefmarken sind durchweg sorgfältig gestaltet. Am 7. Februar würdigte die Post des Landes mit 1 (man muß es wirklich wiederholen, sage und schreibe einer einzigen, und noch nicht mal ein Block dazu!) neuen Marke ein ebenso zentrales wie aktuelles Ereignis der Zeitgeschichte Tunesiens: die Annahme der neuen Verfassung am 26. Januar durch die überwältigende Mehrheit der Mitglieder der Verfassunggebenden Nationalversammlung. Ursprungsland der Rebellion vieler arabischer Länder gegen oft langjährige Diktatoren und Gewaltherrscher, hat Tunesien offenbar seinen Weg einer geordneten Entwicklung gefunden und in seiner neuen Verfassung wichtige demokratische Rechte festgeschrieben. Die neue Briefmarke mit (Verfassungs-)"Brief und Siegel" rückt diesen Vorgang ins Blickfeld der Öffentlichkeit. SKMBT_C45214022412230.pdf
  13. Dankeschön, wurde soeben verbessert.
  14. Auch hier muß ich widersprechen, sogar zweimal. Zum einen ist der Verkauf solcher Stücke, wie ich schon an anderer Stelle bemerkt habe, eine Frage der Menge, schließlich zahlt der Handel etwa 6 Cent je kg dafür bei der stofflichen Verwertung. Zum anderen besteht für gute Fälschungen aber auch philatelistisches Interesse. sie haben als Vergleichsstücke in einer fortgeschrittenen Sammlung, besonders, aber nicht nur auf Bedarfsbriefen, durchaus ihren (eher immateriellen) Wert. Ich selbst habe mich erst kürzlich über eine in einem Lot gefundene Marke Sardiniens mit äußerst seltenem Stempel sehr gefreut. Das Stück ist in allen Teilen falsch, aber hübsch, und echt würde ich dergleichen weder haben wollen noch je erschwingen können. Deutsche Fälschungen wären jedenfalls als Geschenke in den Händen eines Vereins gewiß gut aufgehoben und sicherlich erwünschte Vergleichsstücke. In den Papierlorb gehören sie jedenfalls nicht.
  15. Der „Frühling der Künste“ ist ein bunt gemischtes Kunstfestival, das alljährlich im März/April in Monaco stattfindet. Die in Frankreich inzwischen fast ausgestorbenen, in Monaco aber noch liebevoll gepflegten Werbeflaggen der Stempelmaschinen wie auch Briefmarken werben für diese Veranstaltungsreihe. Zum 30. hat man sich ein sehr modern gestaltetes Motiv einfallen lassen, das auf den ersten Blick manchem Betrachter wegen des starken Kontrastes der kräftigen roten Farbfläche zum leuchtend blauen Zentrum beinahe abstoßend erscheint, bei etwas längerem Ansehen aber eben darum auch geradezu faszinierend wirken kann. Möge sich jeder seine eigene Meinung zu diesem Stück moderner Graphik bilden!