Petra Graner

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Über Petra Graner

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  • Geburtstag 19.07.1969

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  1. Hallo Joerg, vielen Dank für Ihre Mitteilung bzgl. der Ausgaben der Türkei. Entschuldigen Sie bitte die verspätete Antwort. Wir haben die von Ihnen angegebenen Ausgaben noch einmal recherchiert, entsprechende Preiskorrekturen werden wir in der nächsten Ausgabe der MICHEL-Rundschau veröffentlichen. Mit freundlichen Grüßen Redaktion Petra Graner
  2. Hallo Georg, für Punkt 4 und 5 bin ich dann zuständig und kann Dir folgendes mitteilen: Punkt 4: Bei MiNr. 1782-83 ist die Zähnung 13 ¾, das werden wir entsprechend korrigieren. Punkt 5: Die Zähnung von MiNr. 1770 ist 14:15. Schönes Wochenende Gruß Petra
  3. Richard Wagner war ein berühmter Komponist; er wurde am 22. Mai 1813 in Leipzig als neuntes Kind des Polizeiaktuarius Carl Friedrich Wagner (1770-1813) und der Bäckerstochter Johanna Rosine Wagner (1774-1848) geboren. Sechs Monate nach seiner Geburt, am 23. November 1813, starb der Vater. Im August 1814 heiratete Wagners Mutter den Schauspieler und Dichter Ludwig Geyer. Noch 1814 übersiedelte die Familie nach Dresden. Ludwig Geyer starb am 30. September 1821, als Richard sechs Jahre alt war. Im Jahr 1828 kehrte Wagner nach Leipzig zurück. Hier lernte er 1828/1830 an der Nikolaischule sowie an der Thomasschule. Ab 1831 studierte er an der Universität Leipzig Musik, außerdem nahm er Kompositions-Unterricht beim Thomaskantor Christian Theodor Weinlig, dem er auch sein erstes Werk (Klaviersonate in B-Dur) widmete. 1936 heiratete er die Schauspielerin Minna Planer. Am 1. April 1837 wurde Wagner Musikdirektor in Königsberg. Am 21. August trifft Wagner in Riga ein und wird dort Kapellmeister am Theater; 1839 verlor Wagner seine Stellung in Riga. Wagner verbrachte die Jahre 1840 und 1841 unter ärmlichen wirtschaftlichen Bedingungen in Paris. 1843 wurde Wagner zum Königlich-Sächsischen Kapellmeister an der Dresdner Oper ernannt. Wagners zweite Frau war Cosima Wagner, die Tochter von Franz Liszt. Mit ihr hatte er drei Kinder: Eva, Isolde und Siegfried. König Ludwig II. von Bayern gehörte zu seinen Bewunderern, seitdem er zum ersten Mal Wagners Oper Lohengrin gehört hatte. Der König unterstützte den Bau des Festspielhauses in Bayreuth; 1872 wurde der Grundstein zum Festspielhaus in Bayreuth gelegt. 1874 zogen die Wagners in die Villa Wahnfried. Im August 1876 eröffnete schließlich das Festspielhaus mit der Premiere des "Ring der Nibelungen". Am 16. September 1882 reiste Wagner mit seiner Familie abermals nach Venedig, wo er auch mehrere Wochen mit Franz Liszt zusammen war. Am 25. Dezember gab er als Geburtstagsgeschenk für Cosima letztmals ein gemeinsames Konzert im Teatro La Fenice; er dirigierte seine Jugend-Symphonie in C-Dur. 1882 beendete Wagner die Oper "Parsival" an der er vier Jahre gearbeitet hatte und welche in einem zweiten Bayreuther Festival uraufgeführt wurde. Am 13. Februar 1883 starb Richard Wagner in Venedig. Im Festspielhaus finden in jedem Sommer, Ende Juli bis Ende August, die weltberühmten Richard-Wagner-Festspiele unter der Leitung von Wolfgang Wagner statt. Zu den beiden Abbildungen: MiNr. 3808 (Richard Wagner 1813–1883, deutscher Komponist) MiNr. 3810, Bl. 340 (Die Walküre; Oper von Richard Wagner)
  4. In diesem Jahr feiert die Briefmarkenstelle in Bethel ihr 125-jähriges Jubiläum. Mit vielen Aktionen rund um das Jubiläumsjahr machen die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel auf die Briefmarkenstelle aufmerksam. 1888 wurde auf Initiative von Friedrich von Bodelschwingh die Briefmarkenstelle Bethel in Bielefeld gegründet. Seitdem haben Menschen mit Behinderung, Kranke und sozial Benachteiligte einen sinnvollen Arbeitsplatz, in dem sie Briefmarken bearbeiten, Marken werden aus Postkarten oder Briefen ausgeschnitten oder abgelöst; aufbereitet, abgewogen, nach Ländern sortiert und in Tüten verpackt, wird aus den gebrauchten Marken die Kiloware. Eine bunte Mischung aus aller Welt, Deutschland oder Motivsammlungen gibt es im Angebot. Der Erlös sichert die Arbeitsplätze in der Briefmarkenstelle Bethel. Rund 103 000 Sendungen mit gebrauchten oder auch postfrischen Briefmarken haben die Briefmarkenstelle Bethel im vergangen Jahr 2012 erreicht. Die Menge der gespendeten Briefmarken betrug rund 125 Millionen Stück. Mit ein bißchen Glück findet sich auch ein ganz besonderes Stück unter den vielen Briefmarken, vielleicht sogar der ein oder andere Schatz ... Die Marke von 1988 zum 100. Jubiläum der Briefmarkenstelle Bethel zeigt Briefstücke (MICHEL-Junior-Katalog 2013, MiNr. 1395, www.michel.de)
  5. MICHEL wollte diese Hundertwasser-Silberbriefmarken nicht bewerben, wir wollten sie nur vorstellen. Jedem Sammler bleibt es selbst überlassen, was er erwerben will. Selbstverständlich werden diese von uns nicht katalogisiert.
  6. Bestimmt sind Sie schon einmal an einem Tierheim vorbeigekommen und haben sich über das viele Hundegebell gewundert ... Sie fragten sich, wo eigentlich die Tiere herkommen, die man dort sieht und hört? Tierheime sind, wie es das Wort schon sagt, ein Heim für Tiere. Aber, und das ist das Besondere daran, sie sind nur eine Heimat auf Zeit für die Tiere, sozusagen eine „Notheimat“. Tierheime nehmen Tiere auf, die kein Herrchen, Frauchen oder keine Familie mehr haben, das kann viele verschiedene Gründe haben. Alle neu angekommenen Tiere werden im Tierheim vom Tierarzt geimpft, falls sie es nicht schon sind, und wenn nötig behandelt. Kranke und nicht geimpfte Tiere werden zuerst in der Krankenstation, der Quarantäne, untergebracht. Hier bleiben sie, bis sie gesund sind, und es sicher ist, dass sie nichts Ansteckendes haben. Alle tierischen Gäste leben in entsprechenden Gehegen. Der Leiter des Tierheims und die Tierpfleger versorgen die tierischen Heimbewohner. Das ist viel Arbeit ... Jeden Tag müssen die Gehege und Katzentoiletten gereinigt werden. Die Tiere müssen gefüttert und danach die Näpfe gespült werden. Es müssen Tiere gekämmt und gebürstet, Wunden frisch verbunden werden. Hunde müssen ausgeführt werden, natürlich brauchen alle Tiere jede Menge Schmuseeinheiten und Trost, denn die meisten Tiere sind sehr traurig darüber, dass sie ihr Zuhause verloren haben. Die Tierpfleger können es ihnen leider nicht erklären und so warten sie, tagelang, Stunde um Stunde darauf, dass sie von einem neuen Besitzer wieder abgeholt werden. Daher ist es die wichtigste Aufgabe eines Tierheims, für jeden Heimbewohner möglichst bald ein gutes, neues Zuhause zu finden, denn nur in der Familie hat ein Tier den Anschluss und die Zuwendung, die es braucht. Menschen, die sich ein Tier wünschen, können das Tierheim besuchen und sich die Tiere anschauen. Sie werden von den Tierheimmitarbeitern beraten, welches Tier das Passende für sie ist. Die zukünftigen Besitzer eines Hundes gehen mit dem Tier ihrer Wahl Gassi, um sich gegenseitig ein bisschen kennen zu lernen. Angehende Katzenbesitzer dürfen ins Katzengehege und mit der Katze, wenn sie es mag, schmusen. Wenn alles zusammenpasst, dann darf das Tier mit in das neue Zuhause. Bei sehr ängstlichen oder schwierigeren Tieren müssen die zukünftigen Besitzer öfters kommen, um sich behutsam aneinander zu gewöhnen. Aber die Geduld zahlt sich bestimmt aus! Mensch und Tier sollen schließlich glücklich zusammenleben. Für ein Tier zahlt der neue Besitzer eine Spende. Eine Spende ist notwendig, denn der Unterhalt eines Tierheims kostet viel Geld. Es warten nicht nur Hunde und Katzen im Tierheim auf ein neues Zuhause, sondern oft auch Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten, Mäuse, Chinchillas und verschiedene Vögel. Wenn Sie sich also vielleicht in nächster Zeit einen tierischen Gefährten suchen möchten, denken Sie an die vielen Tiere im Tierheim, die dringend ein neues Zuhause suchen! Hier schon einmal eine kleine „kleine Auswahl“ ... Tiere in Rumänien Erstausgabetag: 12. Juli, BRD MiNr. 2945
  7. Diese "Briefmarken" können Sie z.B. bei der FIrma Borek in Braunschweig beziehen. Viele Grüße, Petra
  8. Nur ganz wenigen Künstlern ist es vergönnt, ihr Werk schon zu Lebzeiten auf einer Briefmarke gewürdigt zu sehen. Friedensreich Hundertwasser wurde diese Ehre gleich mehrfach zuteil. Ein echtes Kunstwerk, die erste Silberbriefmarke „Spiralbaum“ ist der Anfang der Hundertwasser Silberbriefmarken-Edition. Diese umfasst alle von Friedensreich Hundertwasser entworfenen Briefmarken in reinstem Silber (999/1000); die fantastischen Farben der Motive erstrahlen hier, dank einer kunstvollen Koloration, glänzender und schöner. Geboren wurde Friedensreich Hundertwasser am 15. Dezember 1928. 1948 besuchte er für drei Monate die Wiener Akademie der bildenden Künste. Dort begann er seine Werke mit dem Künstlernamen Hundertwasser zu signieren. 1960 reiste er nach Japan, wo er 1961 bei der 6. Internationalen Kunstausstellung in Tokio den Mainichi-Preis erhielt; während der Zeit in Japan entstand auch der Name Friedensreich. Er übersetzte seinen Vornamen in die japanischen Schriftzeichen für die Begriffe Friede und reich und nannte sich von nun an Friedensreich. Ein Plakat der Künstlerserie der XX. Olympischen Sommerspiele 1972 in München stammt von Hundertwasser; 1975 entwarf er seine erste Briefmarke „Spiralbaum“. 1982 gestaltete er die Fassade der Rosenthal-Fabrik in Selb um; ein Jahr später folgte die Grundsteinlegung des Hundertwasser-Hauses in Wien. 1995 erschien die „Hundertwasser-Bibel“. Am 19. Februar 2000 starb Friedensreich Hundertwasser. 2007 wurde im Wiener Gemeindebezirk Rudolfsheim-Fünfhaus der Friedensreich-Hundertwasser-Platz nach ihm benannt. „Eine Briefmarke ist eine wichtige Sache. Obwohl sie im Format sehr klein ist, trägt sie eine Botschaft. Briefmarken sind der Maßstab der Kultur eines Landes. Das winzige rechteckige Stück Papier verbindet die Herzen von Sender und Empfänger. Sie ist eine Brücke zwischen Völkern und Länder“. Friedensreich Hundertwasser, 1983
  9. Elisabeth II., Königin des Vereinigten Königreiches Großbritanniens erlebt dieses Jahr ihr 60-jähriges Thronjubiläum. Die Neuseeländische Post feiert die 60 Jahre ihrer Regentschaft mit einem Briefmarkenset mit sechs unterschiedlichen Motiven, vier davon zeigen die Königin während einer ihrer Besuche in Neuseeland, die zwei weiteren sind offizielle Portraits Elisabeths, auf denen sie die Abzeichen von Neuseeland trägt. Die Feierlichkeiten finden vom 3. bis 5. Juni statt: 3. Juni: Jubiläumsfeier mit Schiffsparade; begleitet werden soll die Queen bei einer Flußfahrt von mehr als 1000 Schiffen aus der ganzen Welt; zum Teil spielen auf Musik-Booten Orchester eigens für diesen Anlass komponierte Stücke; ein schwimmender Turm mit Kirchenglocken soll für ein eindrucksvolles Klangbild des Spektakels sorgen. Eine Hausfassade am Ufer der Themse ziert schon jetzt ein riesiges schwarz-weiß Porträt der königlichen Familie und bildet eine 100 Meter breite und 70 Meter hohe Kulisse für die große Schiffsparade. Das Foto wurde im Jahr 1977 zum 25-jährigen Thronjubiläum von Elizabeth II. aufgenommen; es zeigt die Queen mit Philip im Kreise ihrer Kinder. Doch auch an Land soll kräftig gefeiert werden. Die Kosten des Spektakels, rund 13 Millionen Euro ..., sollen durch Sponsorengelder finanziert werden, die in eine eigens für den Anlass gegründete Stiftung fließen; in Großbritannien wurde der 3. Juni zum offiziellen Feiertag erklärt. 4. Juni: Für ein Jubiläumsständchen zu Ehren der Queen findet sich eine ganz Riege britischer Weltstars vor der Londoner Residenz ein; Paul McCartney, Elton John und Robbie Williams. 5. Juni: Nach einem Gottesdienst und Empfängen klingen die Feierlichkeiten mit einer Kutschenparade durch London aus. Briefmarken zu Ehren Elisabeths gibt es insbesondere auch in Australien und Kanada
  10. Das Bundesministerium der Finanzen ehrt den Verleger Axel Springer mit einer Sonderbriefmarke, die in einer Auflage von 5,8 Millionen Exemplaren erscheint und ab 12. April über die Deutsche Post erhältlich ist. Der Journalist, Unternehmer und Freiheitskämpfer Axel Springer wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Axel Springer, der am 2. Mai 1912 in Altona geboren wurde, wuchs bereits mit Zeitungen auf. Im Verlag seines Vaters lernte er Schrifsetzer und Drucker. 1946 gründete er seinen Verlag, brachte als erste Zeitschrift die „Constanze“ heraus. Im gleichen Jahr erschien die erste Ausgabe von „HÖRZU“. Das Hamburger Abendblatt, das er im Oktober 1948 herausbrachte, war damit die erste Tageszeitung Deutschlands. 1952 erschien die erste Ausgabe von BILD. In den folgenden Jahren wurde Axel Springer immer mehr zu einem politischen Verleger, auch durch die Mauer, die unmittelbar hinter seinem Berliner Verlagsgebäude Deutschland teilte. Ende der 60er Jahre geriet Springer in die Kritik, vor allem die Marktstellung der BILD war den demonstrierenden Studenten und der linken Gegenöffentlichkeit ein Dorn im Auge. Als eine der Persönlichkeiten wurde Axel Springer gewürdigt, die die Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland wie wenige andere geprägt haben. Er war ein Patriot und hat mit seinem Festhalten an der Einheit Deutschland Recht behalten. Sein Eintreten für die soziale Marktwirtschaft, sowie die Aussöhnung mit den Juden und das Verhältnis zu Israel war von besonderer Bedeutung. In seinem Streben nach Freiheit wünschte er sich nichts mehr als ein wiedervereinigtes Deutschland. Axel Springer starb am 22. September 1985 in Berlin. Auf der Briefmarke ist ein grobgerastertes Foto des Verlegers mit der Aufschrift Axel Springer 1912-1985 zu sehen. Das Motiv erinnert an die von ihm vor 60 Jahren erfundene BILD-Zeitung (BRD MiNr. 2927).
  11. Vor zehn Jahren, am 1. Januar 2002, wurden die Euro-Banknoten und -Münzen in zwölf Mitgliedstaaten der Europäischen Union eingeführt. In den letzten Jahren haben fünf weitere Mitgliedstaaten den Euro eingeführt, so dass das Euro-Währungsgebiet jetzt 17 Länder mit insgesamt 332 Millionen Menschen umfasst. Der Euro ist zum Symbol Europas geworden und ist heute fester Bestandteil unseres Alltags. Im Gegensatz zu den Euro-Banknoten, die identisch in allen Ländern der Euro-Zone sind, haben die Münzen eine gemeinsame europäische und nationale Seite. Sie tragen die Symbole der teilnehmenden Länder. Die Euro-Banknoten wurden von dem österreichischen Künstler Robert Kalina entworten, seinem Entwurf liegt das Thema "Zeitalter und Stile in Europa" zu Grunde. Sie stellen die Architekturstile aus sieben Epochen der europäischen Kulturgeschichte dar: Klassik auf dem 5 Euro-Schein; Romantik auf dem 10 Euro-Schein; Gotik auf dem 20 Euro-Schein; Renaissance auf dem 50 Euro-Schein; Barock und Rokoko auf dem 100 Euro-Schein; Eisen- und Glasarchitektur auf dem 200 Euro-Schein und moderne Architektur auf dem 500 Euro-Schein. Fenster und Tore sind Hauptelemente auf der Vorderseite der Noten, während auf der Rückseite Brücken Hauptelemente sind. Die Luxemburgische Post feiert den zehnten Geburtstag des Euro mit einer Briefmarkenausgabe; Erstausgabetag: 13. März 2012 zu 0,85 Cent.
  12. Die Vorstellung der beiden Sammlerstücke am 12. April 2012 ist Teil einer Veranstaltungsreihe, mit der die Welthungerhilfe im Jubiläumsjahr für ihr zentrales Anliegen wirbt: eine Welt ohne Hunger und Armut ... Die „Freedom from Hunger Campaign“ stieß auch in Deutschland auf großes Interesse. Der damalige Bundespräsident beantwortete den Aufruf der FAO 1962 mit der Gründung des „Deutschen Ausschusses für den Kampf gegen den Hunger“. Der Grundstein der Welthungerhilfe war gelegt. 1967 wurde das Gremium in „Deutsche Welthungerhilfe e.V.“ umbenannt und 1968 als gemeinnütziger, unabhängiger Verein eingetragen. Seit ihrer Gründung setzt sich die Welthungerhilfe für eine gesicherte Ernährung aller Menschen ein. Hilfe zur Selbsthilfe konnte nur in kleinem Umfang und mit Unterstützung anderer Entwicklungsinstitutionen gefördert werden. Doch schon zu Beginn der 70er Jahre konnten durch wachsende Spendeneinnahmen und öffentliche Fördergelder auch nachhaltige Entwicklungsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika finanziert werden. Heute, fast 50 Jahre später, ist die Welthungerhilfe eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland. Kompetent und transparent hat die Welthungerhilfe mit gut 2,25 Milliarden Euro rund 4500 Selbsthilfeprojekte, 1100 Projekte für Kinder und Jugendliche und über 1000 Nothilfeprogramme in 70 Ländern gefördert. Trotz aller Erfolge hungern weltweit vor allem in den Entwicklungsländern immer noch fast eine Milliarde Menschen. Deshalb stehen wir auch 2012 umso deutlicher für unsere Überzeugung ein und sprechen ganz öffentlich und deutlich an, was so häufig vergessen wird ... Alle Menschen, auch in den Entwicklungsländern, haben die Chance verdient, ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben zu führen; es ist möglich! Erstausgabetag: 12. April 2012; BRD MiNr. 2928 10 Euro Gedenkmünze: 50 Jahre Deutsche Welthungerhilfe „Hilfe zur Selbsthilfe“; auf der Rückseite ein Pflänzchen in ausgedörrtem Boden als Symbol für die Deutsche Welthungerhilfe.
  13. Die Sixtinische Madonna ist ein Meisterwerk von Raffael (1483-1520). 1512 malte der unumstrittene Meister der Mariendarstellung die mehr als drei Meter hohe Altartafel der Madonna di Foligno; im selben Jahr erhielt er von Papst Julius II. den Auftrag für die Sixtinische Madonna; sie wurde für den Hochaltar der Klosterkirche San Sisto in Piacenza gemalt, wo sie rund 250 Jahre fast unbeachtet hing. Am 1. März 1754 wurde die Sixtinische Madonna im Audienzsaal des Residenzschlosses präsentiert. Erst in Dresden und vor allem durch die Romantiker erlangte sie Berühmtheit. Das zentrale Motiv des Gemäldes ist die Gottesmutter mit dem Jesuskind. Eine maltechnische Meisterleistung dieses Werkes birgt der Hintergrund - aus größerer Entfernung glaubt man, Wolken zu sehen, bei näherer Betrachtung sind es jedoch zahllose Engelsköpfe. Aus den Weiten des Himmels, angedeutet in den zarten Engelsköpfen im Himmelsblau, trägt sie das Jesuskind in die Welt; es ist also der Vorgang der Geburt Christi, den Raffael hier darstellt. Links neben der Madonna kniet Papst Sixtus II., er war 257/258 Bischof von Rom und starb durch ein Martyrium. Rechts im Bild, die heilige Barbara ist ebenfalls eine Märtyrerin aus dem 3. Jahrhundert. Ganz am Ende des Malprozesses muss Raffael aufgefallen sein, dass im unteren Teil, in der Mitte des Bildes noch etwas fehlte. Dort hatte er zunächst nur Wolken gemalt, die er dann aber in schnellen dünnen Pinselstrichen mit den beiden auf der Brüstung lümmelnden Engelchen überdeckte. Raffaels Werk zählt heute zu dem exklusiven Kreis von Renaissance Gemälden. In der Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ist die Kunst dieses einzigartigen Meisterwerks zu erleben; eine Ausstellung zum Jubiläum beginnt am 26.05.2012 unter 500 Jahre Sixtinische Madonna Erstausgabetag: 1. März 2012, BRD MiNr. Bl. 79
  14. Luchs Luchse sind Raubtiere und gehören wie Löwen, Tiger und Hauskatzen zur Familie der Katzenartigen. Sie sind die größten Raubkatzen, die es in Europa gibt. Ein Luchs wird etwa 80 bis 110 cm lang, 55 bis 65 cm hoch und bis zu 22 kg schwer. Die Männchen sind etwas größer als die Weibchen. Ihr beige- bis rotbraunes, dunkel getupftes Fell ist so dicht, dass ihnen auch die schlimmste Winterkälte nichts anhaben kann. Luchse lieben Wälder; durch ihre Zeichnung sind sie so gut zwischen den Blättern und Ästen getarnt, dass man sie so gut wie nie zu sehen bekommt. Bauch und Kehle sind etwas heller gefärbt. Im Vergleich zu anderen Katzen haben Luchse sehr lange Beine. Ihre Pfoten besitzen ein dichtes, breites Haarpolster. Beides hilft ihnen, auch im Winter im Schnee gut laufen zu können. Als Pirschjäger lauert er seiner Beute, hauptsächlich Rehe, und überwältigt sie nach kurzem Sprint. Die Luchsspur ähnelt der einer großen Katze; sie ist rundlich und zeigt ganz selten Abdrücke der Krallen. Ein Luchs läßt sich an den etwa 4 cm langen "Pinseln" auf seinen Ohren und an dem kurzen Stummelschwanz mit schwarzer Spitze leicht erkennen; sie haben einen richigen Backenbart, die wie eine kleine Mähne aussieht. Früher gab es Luchse in ganz Europa und Asien. Bei uns wurden sie allerdings schon lange ausgerottet und leben heute nur noch in Nord- und Osteuropa, auf dem Balkan und in den Pyrenäen; inzwischen hat man in der Schweiz und in einigen Regionen Deutschlands vor einigen Jahren wieder Luchse angesiedelt. Es gibt vier Luchsarten; der Europäische Luchs oder Nordluchs (Europa, Asien); der Pardell-Luchs (Spanien, Portugal); der Kanada-Luchs (Kanada, Alaska) und der Rot-Luchs (USA, Mexiko). Luchse werden etwa fünf Jahre alt; in Gefangenschaft bis zu 15 oder älter. Elch Der Elch ist ein typischer Einzelgänger; er lebt nie in Rudeln, allenfalls in kleinen Familien. Dies ist wahrscheinlich auf die Futterarmut in harten Wintern zurückzuführen. Nicht die Raubtiere, wie Wölfe und Bären sind die größten Feinde des Elchs, sondern andere Elche, welche das wenig vorhandene Futter fressen. Sie können sich sehr geschickt und leise bewegen. Gesunde Elche können sich mit kräftigen Tritten gegen Angreifer wehren, ein Tritt kann für einen Wolf tödliche Knochenbrüche nach sich ziehen. Elche leben in Revieren, die ca. 500 Hektar umfassen. Hier wandern die Elche auf der Suche nach Nahrung über weite Strecken. Sie ernähren sich hauptsächlich von Weiden, Erlen und Birken, aber auch junge Triebe und Knospen sind neben der Rinde die Hauptnahrungsquellen eines Elchs; sie sind ausschließlich Vegetarier.Die Verteidigung der Reviere führt zu typischen Kampfritualen. Die Haut der Elchhirsche entwickelt im Spätsommer eine dicke Schwarte, um Verletzungen aus Kämpfen vorzubeugen. Nach der großen Abnutzung ihrer Geweihe in vielen Kämpfen werfen die Elche ihre Geweihe gegen Ende des Jahres ab. Elche suhlen sich gerne in Schlamm und Mooren. Zur Brunftzeit im Herbst wandern die Elchhirsche umher und lassen ihren heisseren Ruf ertönen. Für wenige Tage schließt sich ein Elchhirsch einer Kuh an, um sich dann wieder von ihr zu trennen. Die Tragezeit dauert ca. 35 Wochen, nach der meist nur ein Kalb geboren wird; diese können sehen und sind bereits gehfähig. Die ersten 6 Monate werden die Elchkälber gesäugt, danach können sie sich bereits selber ernähren. Bei der Geburt wiegen sie bereits knapp 15 kg und können bis zu 800 kg schwer werden. Nach einem Jahr verlassen die jungen Elche die Mutter um allein weiterzuziehen. Elchhirsche erhalten ihr erstes Stangengeweih mit 1,5 Jahren, welches sich in den Folgejahren zu einem typischen Schaufelgeweih auswächst. Nach ca. 6 Jahren haben Elche ihre volle Größe erreicht und nach weiteren 2 Jahren hat auch ihr Geweih den maximalen Umfang. Sie erreichen ein Alter von ca. 25 Jahren. Erstausgabetag 9. Februar 2012; BRD MiNr. 2913 und 2914
  15. Joseph von Fraunhofer war ein deutscher Optiker, Physiker, Begründer des wissenschaftlichen Fernrohrbaus und Namensgeber der „Fraunhofer-Gesellschaft“. Er wurde am 6. März 1787 in Straubing geboren und starb mit 39 Jahren, am 7. Juni 1826, in München an Lungentuberkulose. Ein Objektivtyp, das Fraunhofer-Objektiv, wurde nach ihm benannt. Der Wissenschaftler und Unternehmer Joseph von Fraunhofer zählt zu den bedeutendsten deutschen Naturwissenschaftlern. Joseph von Fraunhofer ging 1806 an das Utzschneider-Institut in Benediktbeuren zu dem renommierten Erfinder und Konstrukteur Georg von Reichenbach. Sehr bald wurde Fraunhofers Begabung erkannt; er wurde im Alter von 22 Jahren zum verantwortlichen Leiter der Glashütte ernannt. Er entwickelte neue Schleifmaschinen und Glassorten für optische Gläser, die die Abbildungsqualität von Linsen entscheidend verbesserten. Im Optischen Institut wurden von Fraunhofer aber nicht nur Linsen gefertigt, sondern auch komplette Fernrohre hergestellt; der Betrieb stellte nun Fernrohre, Ferngläser, Mikroskope, Lupen und astronomische Fernrohre her. Die Instrumente wurden in ganz Europa vertrieben. 1814 erfand er das Spektroskop. Ohne eine akademische Ausbildung absolviert zu haben wurde Joseph von Fraunhofer Mitglied der Bayrischen Akademie der Wissenschaften und Professor des physikalischen Kabinetts der Akademie. Im Jahr 1824 vollendete er den Bau seines größten Fernrohres für die russische Sternwarte Dorpat. Ein zweites, baugleiches Exemplar erhielt 1829, nach dem Tod von Fraunhofer, die Berliner Sternwarte, mit dem 1846 von Johann Gottfried Galle der Neptun entdeckt wurde. Der bayerische König ernannte ihn zum Ritter des „Civil-Verdienst-Ordens der Baierischen Krone“ und erhob ihn damit in den Adelsstand. Sein Grab kann auf dem Alten Münchner Südfriedhof im Glockenbachviertel besichtigt werden; es trägt die Inschrift Aproximavit sidera („Er brachte die Gestirne näher“). Erstausgabetag: 2. Januar 2012; BRD MiNr. 2907 - die dargestellten Farben symbolisieren das Sonnenspektrum mit den Fraunhoferlinien.